Türchen öffnen sich ab dem 1. Dezember

30 Nov 2022



Kirchenstiftung vergibt in 15 Jahren fast 140.000 Euro

Gesine Schwan und Franz von Falkenhausen (Bild und Text: Thorsten Büker, OTZ)
Gesine Schwan und Franz von Falkenhausen (Bild und Text: Thorsten Büker, OTZ)

„Die Michaelsbegegnung gehört in die Michaelskirche", sagt Franz von Falkenhausen. Zum zweiten Mal fand sie in der Stadtkirche statt, nachdem die Begegnung 2021 wegen Corona ausfallen musste. 150 Gäste folgten der Einladung der Kirchenstiftung.

 

2021 und 2022 seien zwölf Projekte mit einem Volumen von etwa 16.000 Euro gefördert worden. Dazu zählten Weihnachtspäckchen für Senioren, die Christvesper im Stadion Weihnachten 2020 und die Aufarbeitung des Körner-Nachlasses. Daneben sei es um die Restaurierung des Fußbodens der Schillerkirche und der Grabplatten in Rothenstein sowie um die Ausstattung der neuen evangelischen Grundschule gegangen, sagt Franz von Falkenhausen als Vorsitzender der Kirchenstiftung. Seit Bestehen der Stiftung seien in 15 Jahren soziale Projekte und Sanierungsvorhaben mit einer Summe von fast 140.000 Euro gefördert worden. Und das Stiftungskapital sei seit 2007 auf fast 330.000 Euro angewachsen.

 

Von Falkenhausen verhehlte nicht, was es für ein Kraftakt sei, die Michaelsbegegnung in der Stadtkirche stattfinden zu lassen. Mehr als 20 Helferinnen und Helfer packten mit an, um die Kirche auszuräumen, einzudecken sowie den Service am Abend zu garantieren. Und mit Hilfe der Sparkasse sei es möglich geworden, Ehrenamtlichen, die in den Gemeinden besonders engagiert seien, Karten für diese Veranstaltung zukommen zu lassen.

 

Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan ging in ihrem Vortrag der Frage nach, was Städte und Gemeinden tun könnten, um der Europäischen Union mehr Akzeptanz zu verleihen. Sie sprach sich dafür aus, die Teilhabe auf kommunaler Ebene zu stärken, um die demokratisch-repräsentative Politik weiterzuentwickeln, eine Zusammenarbeit über nationalstaatliche Grenzen hinaus anzustreben und um durch eine zunehmende Vernetzung die Chance zu wahren, gemeinsam Einfluss zu nehmen: weg von politischen Entscheidungen auf Basis einzelner Staaten, hin zu globaler Kooperation beim Krisenmanagement.

Adventskalender 2022

Dank großzügiger Unterstützung von über 50 Sponsoren kann der Jenaer Kirchbauverein e.V. 2022 nun bereits zum siebten Mal - einen Adventskalender herausgeben - in diesem Jahr mit tiefverschneiten Dorfkirchen und mit 82 Preisen im Gesamtwert von ca. 6.500 €.

 

Der Reinerlös aus dem Kalenderverkauf ist für die Unterstützung von Sanierungsarbeiten an Dorfkirchen im Kirchenkreis Jena bestimmt.

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Ausstellung „Kirchen und biblische Geschichten"

Austellungseröffnung
Austellungseröffnung
Schillerkirche
Schillerkirche
Friedenskirche
Friedenskirche
Tres Marias
Tres Marias

Pastelle: Astrid Leiterer

Auf Anregung des Kirchbauvereins startete am Sonntag in der Stadtkirche die Ausstellung „Kirchen und biblische Geschichten“ von Astrid Leiterer.

 

Im Rahmen der musikalischen Andacht stellte sich die Künstlerin vor: „Auf meinen Reisen durch Europa, Südamerika und den Nahen Osten bin ich oft mit Pastellkreide und großer Zeichenmappe unterwegs gewesen. Immer wieder gehörten auch Kirchen zu meinen Motiven. Immer wieder ziehen sie mich in ihren Bann. Ich beschäftigte mich auf den Reisen mit den verschiedensten Religionen, mit den Mythen anderer Völker und den Geschichten der Bibel. Ich mag das kleine, unauffällige Detail an den Kirchen am Wegesrand, die winzigen byzantinischen Kapellen in Griechenland mit ihren vergehenden, rätselhaften Wandmalereien. Ich bin berührt, wenn ich sehe, wie die Indigenas der Atacamawüste eine Steingruppe als die Tres Marias verehren.

Ich bewundere verschiedene Frauengestalten des Alten und Neuen Testaments für ihre klugen Handlungen, ihre Bestimmtheit, ihr Aufbegehren. So verspüre ich immer wieder den Drang mich mit dem Glauben bildlich auseinanderzusetzen und möchte mit der Ausstellung einen Teil dieser, meiner religiösen Welt vorstellen.“

 

Die geistliche Leitung des Abends übernahmen Pfrn. Dr. Karen Schmitz und Universitätsprediger Prof. Bertram Schmitz.

 

Den Abend prägte die Musik von Klaus Wegener, Klarinette/Altsaxophon; Detlef Rinke, Gitarre und Kalle Schmied, Percussion. Die schwierige Akustik der Stadtkirche wurde von den Musikern meisterhaft beherrscht. Jeder Ton war zu hören und zu spüren und dies im Kontrast mit einer ungewöhnlichen Stille in der spätgotischen Hallenkirche, wenn die virtuose Klarinette verstummte.

 

Ein herzliches Dankeschön an Johannes Schleußner für die Vorbereitung und freundliche Begleitung der musikalischen Andacht und der Ausstellungseröffnung.

 


Mitgliederversammlung

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung
Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung
Der neu gewählte Vorstand
Der neu gewählte Vorstand

Im Anschluß an die Kirchfahrt fand die Mitgliederversammlung des Kirchbauvereins in der Buchaer Kirche statt. Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand durch die Mitgliederversammlung entlastet.

 

Danach erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Grit Petzhold-Gühne, Günter Mach, Johannes Schleußner, Markus Ortlieb und Thomas Stein wurden neu in den Vorstand gewählt und alle haben die Wahl angenommen. Auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden sind Ulrich Hausschild und Otto Haueis. Letzterer war über den enormen Zeitraum von 24 Jahren Schriftführer und Archivar des Vereins. Der Vorsitzende Franz von Falkenhausen hat den beiden ausscheidenden Vorständen für ihre akribische und einsatzfreudige Arbeit im Vorstand gedankt.

 

Ein besonderes Dankeschön erhielt Wolfgang Zitzmann für seine einmalig korrekte Arbeit als Schatzmeister; er bleibt dem Vorstand erhalten. Sein Amt als Schatzmeister übernimmt Günter Mach.

 

Als Vorsitzender und Stellvertreter stellten sich erneut Dr. v. Falkenhausen und Prof. Jahreis zur Verfügung 


Kirchfahrt

In diesem Jahr wurden drei Ziele auf der Höhe angesteuert: Oßmaritz, Schorba und Bucha.

 

An jeder Kirche wurden wir liebevoll von vielen Ehrenamtlichen vor Ort und Pfarrerin Jeannette Schurig vom Kirchengemeindeverband Magdala empfangen; das ist fast einmalig in der Kirchfahrtsgeschichte unseres Vereins.

 

In jeder Kirche erfolgte durch die Pfarrerin eine Einstimmung in die Besonderheiten der Kirchengeschichte und ein Bericht zu den Renovierungsarbeiten am Kirchengebäude und am Inventar, dazu eine Andacht und in jeder Kirche erklang Orgelmusik und sogar gemeinsamer Gesang. Vor den Kirchentüren wurden wir mit Verköstigungen überrascht, entweder mit wunderbarem hausgemachtem Kuchen, Getränken oder einer leckeren Soljanka.

Es gab ganz viel positive Resonanz von Seiten der Besucher für die außergewöhnlich freundliche Aufnahme, aber auch von Seiten der Gastgeber für das Interesse an den jeweiligen Gotteshäusern.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und weiterhin gute Erfolge bei der Erhaltung und Pflege der Gotteshäuser, damit die Kirche im Dorf bleibt!

 


Leerung Spendentrichter

v.l.n.r.: Tom Szymanski unser neuer Vereinsbetreuer von der Sparkasse, Wolfgang Zitzmann und Otto Haueis vom KBV
v.l.n.r.: Tom Szymanski unser neuer Vereinsbetreuer von der Sparkasse, Wolfgang Zitzmann und Otto Haueis vom KBV

Durch die Sparkasse war wie immer alles bestens vorbereitet.

Erstmals haben wir im Trichter auch einen 100-Euro-Schein gefunden. Das Ergebnis der Leerung: 1.498,41 €.

 

Ein ganz großer Dank allen Spendern und der Sparkasse.

Trauer um ehemaliges Vorstandsmitglied

 

Als Vorstand engagierte sich Dr. Dietmar Haroske für die Erhaltung der Gotteshäuser seiner Stadt und des Kirchenkreises.

 

Wir vermissen seinen Rat, seine Courage, seine Tatkraft und seinen mutigen Zuspruch.

 

Jenaer Kirchbauverein e.V.

Knopffest auf der Marienkirche: Gott sei Dank, das Kreuz strahlt wieder

Vergoldermeister Christian Seiler und Architekt Peter Tandler, nachdem die Zeitkapsel im Turmknopf eingebracht und dieser mit Wetterfahne und Doppelkreuz gekrönt worden war
Vergoldermeister Christian Seiler und Architekt Peter Tandler, nachdem die Zeitkapsel im Turmknopf eingebracht und dieser mit Wetterfahne und Doppelkreuz gekrönt worden war
Die Bekrönung des Ziegenhainer Kirchturms ist vollendet; das Trompeten-Solo von Diethard Müller (ganz rechts) erschallt über dem Ziegenhainer Tal
Die Bekrönung des Ziegenhainer Kirchturms ist vollendet; das Trompeten-Solo von Diethard Müller (ganz rechts) erschallt über dem Ziegenhainer Tal
Turmknopf, Wetterfahne und Doppelkreuz vor der Kulisse des Hausberges mit dem Fuchsturm
Turmknopf, Wetterfahne und Doppelkreuz vor der Kulisse des Hausberges mit dem Fuchsturm
Vergoldermeister Christian Seiler und Mitarbeiter tragen die Wetterfahne mit dem neu vergoldeten Kreuz am Ende der Andacht zum Knopffest aus der Ziegenhainer Kirche - voran gehen KingsScouts der Pfadfindergruppe des Wenigenjenaer Sprengels
Vergoldermeister Christian Seiler und Mitarbeiter tragen die Wetterfahne mit dem neu vergoldeten Kreuz am Ende der Andacht zum Knopffest aus der Ziegenhainer Kirche - voran gehen KingsScouts der Pfadfindergruppe des Wenigenjenaer Sprengels
Viele Vorstandsmitglieder des Kirchbauvereins waren beim Knopffest dabei und freuten sich über die Sanierungs-Fortschritte an der ehemaligen Wallfahrtskirche, die Teil des neu geschaffenen Ottonenweges der Stadt Jena zur Königspfalz auf dem Hausberg ist.
Viele Vorstandsmitglieder des Kirchbauvereins waren beim Knopffest dabei und freuten sich über die Sanierungs-Fortschritte an der ehemaligen Wallfahrtskirche, die Teil des neu geschaffenen Ottonenweges der Stadt Jena zur Königspfalz auf dem Hausberg ist.

Mit Glockengeläut, Posaunen- und Orgelspiel begann das Knopffest am 8. Januar 2022 um 10:30 Uhr in Ziegenhain.

 

Bei seiner Andacht stellte Pfr. Christoph Rymatzki die Frage: Braucht Gott überhaupt ein Haus? Sein Haus sind die Menschen, die Gemeinde, die Kinder Gottes. Aber auch ein Gottes-Haus kann dazu beitragen dies zu begreifen und zu verinnerlichen. Dabei zitierte er Albrecht Schröters Wunsch für die Marienkirche: "Möge der goldstrahlende Turmknopf das Leuchten der Marienkirche zu Ziegenhain verstärken". Ihre Namenspatronin hat "Gott zur Welt" gebracht.

 

Dass diese einzigartige Kirche genau dieses kann, nämlich Gott der Welt nahe zu bringen, hat sie oft in ihrer Geschichte bewiesen und sie wird es auch weiterhin tun.

 

Danach folgte der Dank an die Geldgeber u.a.

  • dem Jenaer Kirchbauverein
  • die Handwerker
  • die Akteure und vielen Spender aus Ziegenhain und dem Kernbergviertel

die die Sanierung von Kirch- und Turmdach mit Bekrönung ermöglichten. Die Kirchmeisterin erläuterte die Finanzierung (ca. 350 T€).

 

Der Architekt Peter Tandler bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und blickte nach vorn auf die nächsten Projekte (barrierefreier Zugang, Winterkirche).

 

Danach startete das Befüllen der kupfernen Zeitkapsel mit der Assistenz von Ortsteilbürgermeister Jens Schulze. Die vorgefundenen Niederschriften, Tageszeitungen und Münzen wurden durch aktuelle ergänzt, ein Bericht vom letzten Krippenspiel und vom Ziegenhainer Talverein kam hinzu. Christoph Leischnig verlötet anschließend die Kupferhülse fachmännisch.

 

Nach den Gebeten und dem Segen der beiden Theologen Jörg Gintrowski und Katharina Bracht beförderten die Vergolder das Kreuz mit der Wetterfahne, unterstützt von den Pfadfindern, auf 25 m Höhe. Die Zeitkapsel wurde im Turmknopf verstaut.

 

Zum Abschluss erschallte mit einem Trompetensolo von der Kirchturmspitze durch Diethard Müller (Großer Gott wir loben dich) der Dank an Gott. Als der letzte Ton verklungen war, schlug passend die Turmuhr 12:00 Uhr. Der Posaunenchor gestaltete den Festakt musikalisch aus. Während es vormittags noch schneite, lächelte zum feierlichen Abschluss des Knopffestes die Sonne vom Himmel.


Mehr zu diesem schönen Ereignis auf der

>>> Homepage der Marienkirche

 

Dank auch an die OTZ, die in ihrer Ausgabe vom Vortag berichtet und zum Knopffest eingeladen hat.

>>> Medienecho


Frohe & Gesegnete Weihnachten 2021

Krippenspiel 2020 im Stadion
Krippenspiel 2020 im Stadion

Traditionell blicken wir an Heilig Abend an dieser Stelle dankbar auf das zu Ende gehende Jahr zurück.

 

Auch im zweiten Jahr der Pandemie konnten wir wieder in erheblichem Umfang Kirchen in unserem Kirchenkreis unterstützen bzw. für geplante Sanierungsarbeiten Mittel bereitstellen. Besonders zu erwähnen sind die Arbeiten an der Kirche in Ziegenhain, wo die besonders umfangreichen Sanierungsarbeiten nun unmittelbar vor dem Abschluss stehen. Weitere Unterstützung erfuhren die Friedenskirche sowie die Kirchen in Cospeda, Zwätzen, Nerkewitz, Rutha, Oelknitz und Zöllnitz. Des weiteren wurde noch zum Jahresende ein namhafter Betrag für die Bonhoeffer-Gemeinde zum Umbau des neuen Begegnungszentrums Wasserachse in Winzerla bereitgestellt. 

 

Höhepunkt des Jahres war das 25-jährige Vereins-Jubiläum, welches wir am 18.September feiern konnten. Der Tag stand nochmals ganz im Gedenken an unseren im Juli verstorbenen Freund und Vorstand Ralf Kleist, der noch den Tag geplant und vorbereitet hatte. Der Begrüßung und einer Andacht auf dem Johannisfriedhof folgte der feierliche Festakt in der Stadtkirche. Etwa 120 Vereinsmitglieder, Freude und Förderer hatten sich eingefunden, um an festlich gedeckter Kaffeetafel gemeinsam Rückblick auf 25 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit zu halten.

 

Pünktlich zum Jubiläum konnte das vom Kirchbauverein in über zweijähriger akribischer Arbeit fertiggestellte Buch „Gotteshäuser im Kirchenkreis Jena“ präsentiert werden. Über 80 Kirchen und Gebäude sind auf einmalige Weise in Text und Bild porträtiert. Jeder Besucher der Jubiläumsveranstaltung erhielt ein Exemplar und für alle Mitglieder unseres Vereins liegt ein kostenloses Buch zur Abholung in der Stadtkirche bereit. Auch >>> Online wurde das Buch verfügbar gemacht.

 

Zeitgleich zum Jubiläum wurde der Adventskalender 2021 vorgestellt, auf dem in diesem Jahr Orgeln aus unserem Kirchenkreis abgebildet sind. Allen Sponsoren, sowie den Kirchengemeinden und Verkaufsstellen, die beim Vertrieb des Kalenders geholfen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Der Reinerlös aus dem Kalender wird wiederum ca. 8.000 € betragen und ist für unsere Kirchen im Kirchenkreis Jena bestimmt.

 

Am 12. Oktober hatte der Kirchbauverein zur jährlichen Mitgliederversammlung ebenfalls in die Stadtkirche geladen. Der Vorstand berichtete ausführlich über das abgelaufene Jahr und der Schatzmeister konnte erneut eine ausgeglichene Bilanz präsentieren. Einnahmen von etwas über 45.000 € standen Ausgaben in gleicher Größenordnung gegenüber, was den Umfang der Fördertätigkeit des Vereins unterstreicht. 

 

Das all dies möglich wurde, ist zum einen dem engagierten Vorstandsteam zu danken, wäre aber ohne die stete Unterstützung vieler Freunde und Förderer, aber vor allem ohne Sie, unsere treuen Vereinsmitglieder, nicht möglich. So hoffen wir, Sie bleiben uns auch in Zukunft verbunden und freuen uns auf Begegnungen im neuen Jahr.

Große Freude in Ziegenhain - das Kirchendach ist fertig – nun kommt der Turm an die Reihe

Das Dach des Kirchenschiffes der Marienkirche in Ziegenhain ist fertig gestellt und mit Biberschwanzdachziegeln eingedeckt.
Das Dach des Kirchenschiffes der Marienkirche in Ziegenhain ist fertig gestellt und mit Biberschwanzdachziegeln eingedeckt.
Das sehr umfangreiche Gerüst wurde vom Kirchenschiff an den Turm umgesetzt.
Das sehr umfangreiche Gerüst wurde vom Kirchenschiff an den Turm umgesetzt.
Vom Turmdach werden die Schindeln aus der DDR-Zeit entfernt
Vom Turmdach werden die Schindeln aus der DDR-Zeit entfernt
Die Vergoldung des Turmknopfes hat gelitten, unter anderem durch den Beschuss mit Diabolos
Die Vergoldung des Turmknopfes hat gelitten, unter anderem durch den Beschuss mit Diabolos

Trotz des vielen Regens, der steigenden Materialkosten und Handwerkermangel konnte die Sanierung des 600 Jahre alten Dachstuhls und die Neueindeckung des Kirchendaches mit Biberschwanzziegeln erfolgreich und in hoher Qualität beendet werden. Gott sei Dank! Kein Wassereinbruch, keine Beschädigung des wertvollen Inventars!

 

Wir sagen Dank: Unserem umsichtigen Architekten Peter Tandler, den fleißigen Handwerkern, der Kirchmeisterin Catrin Eberhard sowie dem Jenaer Kirchbauverein und nicht zuletzt dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie für die großzügige finanziellen Förderung der umfangreichen Arbeiten.

 

Diese umfassten: Sanierung des 600 Jahre alten Dachstuhles, Biberschwanzziegeleindeckung, neue Dachrinnen, Fallrohre, Blitzschutz, Schneefang, zwei Dachluken, Windrispen; innen wurde der Wandanschluss zum sanierten Dachstuhl wiederhergestellt und die Bretterflachdecke neu gestrichen. 

 

Inzwischen dürfen wir schon wieder nach vorn schauen. Es ist fast ein Wunder geschehen; die finanziellen Mittel für die Sanierung des Turmdaches sind in greifbarer Nähe und das aufwändige Gerüst ist schon umgestellt. Augenblicklich sind die Dachdecker dabei, die alten verwitterten Platten aus den 80er Jahren vom Turmdach abzunehmen (siehe Bild). Danach soll der Dachstuhl des Turmes saniert und entsprechend der Forderung des Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ebenfalls mit Biberschwanzziegeln eingedeckt werden.

 

Außerdem muss die Turmuhr vor den Tauben geschützt, das Zifferblatt ausgebessert und der Turmknopf neu vergoldet werden (wurde leider beschossen).

 

Das soll möglichst alles noch bis Weihnachten abgeschlossen sein, so unser menschlicher Plan. Wir vertrauen auf Gottes Segen für die weiteren Arbeiten am Gotteshaus.

 

 

Gerhard Jahreis, Gemeindeleitung des Sprengels Wenigenjena


Adventskalender 2021 - erhältlich ab 5. Oktober

Dank großzügiger Unterstützung von über 50 Sponsoren kann der Jenaer Kirchbauverein e.V. 2021 wieder - bereits zum sechsten Mal - einen Adventskalender herausgeben.

 

In diesem Jahr mit 80 Preisen im Gesamtwert von ca. 6.500 €.

 

Der Reinerlös aus dem Kalenderverkauf ist für die Unterstützung von Sanierungsarbeiten an Dorfkirchen im Kirchenkreis Jena bestimmt.

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Eine Rarität in der Region - mit einem Klangerlebnis aus der Hochromantik. Von Katja Dörn, TLZ

v.r.n.l Albrecht Rödiger, der u.a beim KBV Fördermittel einwarb. Elisabeth Wackernagel vom KBV, neben ihr Pfarrerin Jeannette Schurig und Superintendent Sebastian Neuß. Kleines Bild: Den Festgottesdienst begleitete Organist Franz Linke. Foto: Katja Dörn
v.r.n.l Albrecht Rödiger, der u.a beim KBV Fördermittel einwarb. Elisabeth Wackernagel vom KBV, neben ihr Pfarrerin Jeannette Schurig und Superintendent Sebastian Neuß. Kleines Bild: Den Festgottesdienst begleitete Organist Franz Linke. Foto: Katja Dörn

Hochromantische Zeiten brechen wieder in Oßmaritz an. lm Ortsteil der Gemeinde Bucha ist nach Jahrzehnten die Kirchenorgel in ihrer Schönheit zu hören. Die 1856 von den Gebrüdern Peternell aus Seligenthal bei Schmalkalden gebaute Orgel stellt eine Rarität dar, sind doch fast alle Pfeifen und Baustücke noch im Original erhalten.

 

,,Der Klang der Hochromantik spiegelt sich toll wieder, weil fast nichts verändert wurde", schwärmt Lukas Ehlert von der Firma Voigt Orgelbau zum Festgottesdienst. Er hatte zuletzt den Wiederaufbau begleitet, der anfangs einer Puzzleaufgabe glich.

2012 trugen Gemeindemitglieder mit den Orgelbauern die einzelnen Pfeifen aus einer Scheune, legten sie vor die Kirche und zählten. In den 1980er Jahren, als der marode Kirchturm repariert werden musste, wurde die Orgel ausgebaut und die Einzelteile in eine Scheune gelegt Dort lagerten sie mäßig gut, sagt Albrecht Rödiger, früherer Kirchenältester. Weil die eine Scheune zum Wohnhaus umgebaut wurde, kamen die Teile in eine andere Scheune. Irgendwann konnten wir es nicht mehr sehen und haben uns gesagt: Die Orgel muss da raus", sagt Rödiger.

 

Über Interessengemeinschaft Spenden eingesammelt

Also sichteten die Oßmaritzer ihre Orgel mit einem Sachverständigen, der den Zustand zwar als schlimm bezeichnete, aber Hoffnung gab: Fast alle Einzelteile sind vorhanden. Für eine Peternell-Orgel ist das eine Seltenheit. Erstmals konnte das Instrument schon 2016 erklingen, damals allerdings nur in einer abgespeckten Variante mit fehlenden Registern. Aber es wehte erstmals wieder Wind durch die Pfeifen.

Danach folgten noch Jahre des Spendensammelns über die „Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Kulturdenkmale in Oßmaritz", um die vollständige Sanierung zu ermöglichen. 75.000 Euro, resümiert Albrecht Rödiger, kostete es insgesamt. Allein 22.150 Euro brachte die Kirchgemeinde über Spenden und Stifter als Eigenmittel auf. Die restlichen Gelder stammen aus Fördermitteln, darunter von Sparkassenstiftungen, der Denkmalpflege, landeskirchliche Gelder und Lottomittel vom Land. Der Kirchbauverein Jena brachte die ,,unkomplizierteste Förderung'', sagt Rödiger. Elisabeth Wackernagel überreichte eine Plakette, die auf das Wirken des Vereins in kleinen Orten außerhalb Jenas hinweist.

 

Nächstes Ziel; barrierefreier Zugang zur Kirche

Erstaunliche 637 Pfeifen sind in der Peternell-Orgel verbaut, für die bereits 2007 die Windlade als zentrale Steuergrundlage repariert wurde. Jetzt ist erstmals ein elektrisches Gebläse installiert, sodass der Organist nicht mehr treten muss.

Nach 15 Jahren haben sich die Bemühung also ausgezahlt. ,,Albrecht Rödiger hat Leib und Seele reingelegt", sagt Lutz Redlich, früherer Bürgermeister, dem wiederum Rödiger für seine frühere Bemühungen dankt. ,,Aber auch der neue Bürgermeister hat immer ein offenes Ohr für die Gemeinde", sagt Rödiger.

Es ist ohnehin ein feines Zusammenspiel im Ort, wenn es um das Gotteshaus geht. Ob gläubig oder nicht, als vor über 15 Jahren das Innere saniert wurde, packten viele Oßmaritzer mit an. Und weil es immer etwas zu tun gibt, steht der nächste Wunsch schon im Raum: Der Weg in die Kirche soll barrierefrei gestaltet werden.