Kirche „Auferstehung Christi“ in Drackendorf

Drackendorfer Kirche von Nordwesten, im Vordergrund der Friedhof mit historischen Gräbern der Gutsherren von Ziegesar und von Helldorf
Drackendorfer Kirche von Nordwesten, im Vordergrund der Friedhof mit historischen Gräbern der Gutsherren von Ziegesar und von Helldorf
Chorraum mit Altar und historischen Grabplatten, rechts oben die kleine Orgel
Chorraum mit Altar und historischen Grabplatten, rechts oben die kleine Orgel
Das mit Eierstabmotiven geschmückte Eingangsportal (17. Jh.)  an der Südseite der Drackendorfer Kirche
Das mit Eierstabmotiven geschmückte Eingangsportal (17. Jh.) an der Südseite der Drackendorfer Kirche

In Vorbereitung auf das 25-jährige Bestehen des Jenaer Kirchbauvereins 2021 veröffentlichen wir in loser Folge Dokumentationen über alle Kirchen im Kirchenkreis Jena. Mit dabei sind jene, die wir in den vergangenen Jahrzehnten fördern konnten, aber auch diejenigen, die die Hilfe unseres Vereins bisher noch nicht in Anspruch nehmen mussten / genommen haben.


Historie

Drackendorf liegt am Rande des neuen Siedlungsgebietes Lobeda zwischen Lobdeburg und Einsiedlerberg. Mitte des 16. Jh. hat sich Drackendorf von der Urpfarrei Lobeda gelöst und wurde zusammen mit Rabis selbständige Parochie. Heute gehört es wieder zum Gemeindeverband Lobeda.

Der Ursprung der Kirche „Auferstehung Christi“ reicht bis in die romanische Zeit zurück. Aus der Gotik ist der Chor erhalten, allerdings ohne Gewölbe und ohne Maßwerk in den Fenstern. Das Langhaus, der Südanbau für den Herrschaftsstuhl (heute befindet sich dort die kleine Orgel) und der geschlossene achteckige Turmaufbau mit hoher Schweifkuppel und Laterne wurden laut Bauinschriften über den Türen 1653/1656 errichtet. Das an der Turmsüdseite mit Eierstabmotiven geschmückte Rundbogenportal aus dem 17. Jh. dient heute als Eingang in den Kircheninnenraum.

 

An der Nordseite der Kirche erinnern drei Gedenktafeln an die vielen Aufenthalte Goethes in Drackendorf bei der Familie Ziegesar, eine weitere Tafel an die Wirkungszeit des Vogelpastors Christian Ludwig Brehm, der von März bis Dezember 1812 als Pfarrer in Drackendorf tätig war. Nördlich der Kirche befinden sich die schlichten Gräber der Gutsherren von Ziegesar und von Helldorf. Außerdem gibt es drei Soldatengräber aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

 

Innenausstattung

Chor linke Seite: Grabmale der Christiane Sophie von Ziegesar, geb. von Griesheim und der Amalie Christiane von Griesheim, geb. von Wolfersdorf. 

Chor rechte Seite: Grabsteine der beiden Pfarrer Johann Georg Thienemann (1711 – 1712) und Christian Eckhardt (1712 – 1727).

Orgel: um 1970 von Orgelbaumeister Günter Bahr aus Weimar gebaut, 1987 Wiederaufbau durch Wolfgang Nußbücker (Plau am See).

 

Restaurierung

1967: Entfernung von Bänken und Empore, Verlängerung der Fenster, Restaurierung Haupteingang, Vorbereitung der Gutsherrenloge als Orgelempore, neue Bestuhlung und Beleuchtung, schlichter Holzaltartisch.

1970-1990: Umbauten zur Nutzungserweiterung für das Neubaugebiet Lobeda: Erwerb von Taufstein und Kruzifix (hängend), beides aus Keramik von Heidi Manthey (HB Werkstätten für Keramik, Marwitz), Ausbesserung und Sicherung der Bleiglasfenster.

1996/97: Putzerneuerung bis zu 2 m Höhe, Drainage, neue Wandfarbe im gesamten Kirchenraum.

2015: neue Bestuhlung.

Diese Arbeiten konnten vom Jenaer Kirchbauverein mit 1.000 Euro unterstützt werden.

 

Text und Fotos: Sabine Fricke


Kirche St. Barbara in Golmsdorf

St. Barbara-Kirche Golmsdorf Blick auf den Chorturm aus dem 15. Jh.
St. Barbara-Kirche Golmsdorf Blick auf den Chorturm aus dem 15. Jh.
Restaurierter Chorraum mit den Originalfarben an den Gewölberippen aus dem 15. Jh
Restaurierter Chorraum mit den Originalfarben an den Gewölberippen aus dem 15. Jh
Chorfenster mit der Darstellung des Guten Hirten des Jenaer Glaskünstlers Fritz Körner aus dem Jahr 1935
Chorfenster mit der Darstellung des Guten Hirten des Jenaer Glaskünstlers Fritz Körner aus dem Jahr 1935

In Vorbereitung auf das 25-jährige Bestehen des Jenaer Kirchbauvereins 2021 veröffentlichen wir in loser Folge Dokumentationen über alle Kirchen im Kirchenkreis Jena. Mit dabei sind jene, die wir in den vergangenen Jahrzehnten fördern konnten, aber auch diejenigen, die die Hilfe unseres Vereins bisher noch nicht in Anspruch nehmen mussten / genommen haben.


Historie

In ihrer heutigen Form entstand die Kirche nach einem Umbau im Jahr 1685, nachzulesen auf der prächtigen Inschrift über dem Eingangsportal. Vom Vorgängerbau ist noch der Chorturm erhalten. Auch hier bei der einstigen Filialkirche von Beutnitz scheinen Stein- und Holzwerk aus einer Bauphase zu stammen. Die Hölzer des Fachwerkaufsatzes konnten auf das Jahr 1440 datiert werden. Die Stilmerkmale des Chorraumes - Kreuzrippengewölbe und Ostfenster sind ebenfalls diesem Zeitraum zuzuordnen. Zwei Urkunden aus den Jahren 1444 und 1445 verweisen auf eine Altarstiftung der Inkluse Elisabeth von Beutnitz für die Golmsdorfer Kirche.

Am Türgewände der Pforte auf der Nordseite des Chorraumes ist ein Steinmetzzeichen von Peter Heierliß zu entdecken. Sein Steinmetzzeichen ist auch an der Jenaer Stadtkirche, der Kirche in Ziegenhain und am Eingangsportal der Kirche "Unserer Lieben Frau" (Schillerkirche) zu finden.

 

Unter den wenigen alten Grabdenkmalen auf dem Kirchhof ragt ein Denkmal heraus. Es handelt sich hier um ein Frühwerk von Gottfried Semper, das dieser für seinen 1829 zusammen mit zwei Kommilitonen beim Überqueren der Saale bei Kunitz verunglückten Bruder Georg schuf.

 

Innenaustattung

Bemerkenswert ist die Gestaltung der Emporenbrüstungen mit Textstellen aus der Bibel. Diese Gestaltung verweist auf die von Herzog Johann Georg I. angestrebte Verbesserung der Bibelkenntnisse unter der Bevölkerung.

 

Im Rahmen der Renovierung 1935 schuf der Jenaer Glaskünstler Fritz Körner das Chorfenster mit der Darstellung des Guten Hirten. Fritz Körner gestaltete eindrucksvolle Glasfenster in Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Privathäusern. Am bekanntesten sind die Fenster in der Jenaer Stadtkirche, der Friedenskirche und im Jenaer Rathaus.  

 

Restaurierung

Seit 2012 erfolgt durch die Aktivitäten des Kirchbauvereins Golmsdorf-Beutnitz e.V. eine schrittweise Sanierung. Bisher konnten realisiert werden: statische Sicherung, Sanierung des Holztragwerkes von Dach und Turm, Restaurierung der Glockenläuteanlage und des Chorraumes.

Diese Arbeiten konnten vom Kirchbauverein mit 15.800€ unterstützt werden.

 

Text und Bilder: Claudia Persch

Luftbild: Steffen Graupner


Homepage des KBV hilft Menschen zu verbinden

Was machen Menschen, wenn sie nach anderen Menschen suchen, von denen sie oft nur (noch) den Nachnamen kennen? Sie suchen im Internet.

 

So kürzlich geschehen mit zwei Namen, die auf unseren Spendenlisten stehen.

 

Einmal durch Zufall und einmal durch intensive Ermittlungen konnten wir zwei Menschen, die beim KBV angefragt hatten, helfen, den gewünschten Kontakt zu finden.

 

Da ging es zum einen um die Möglichkeit ein Bild für einen Nachruf in der Wikipedia zu bekommen, ein anderes Mal konnte eine in Kanada lebende Russin ihre deutsche Freundin, zu der der Kontakt 2007 abgerissen war, wiederfinden.

Ist das nicht schön? Unserer Homepage, den Spendern und Google sei Dank.

Mitgliederinformation 2020


Download
Mitgliederinformation 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.0 MB

In all den zurückliegenden Jahren hat der KBV jeweils im Juni seine Mitgliederversammlung abgehalten und diese traditionell mit einer Kirchenfahrt verbunden.

 

Nach eingehender Erörterung der aktuellen Situation per Videokonferenz ist der Vorstand zu dem Entschluss gekommen, in diesem Jahr sowohl auf die Mitgliederversammlung als auch auf die Kirchenfahrt zu verzichten. Die Satzung lässt dies zu, sie schreibt eine Mitgliederversammlung nur alle 2 Jahre verpflichtend vor. Wir hoffen sehr, dass wir dann 2021 wiederum im Juni "normal" zusammenkommen können.

 

Damit aber dennoch über die Arbeit des Vorstandes und unsere Projekte transparent informiert wird, bieten wir in diesem Jahr den sonst üblichen Bericht des Vorstandes zum Download an.

 

Der von der WP-Gesellschaft KPMG geprüfte Jahresabschluss 2019 liegt ebenfalls vor und kann auf Anfrage allen Mitgliedern zugänglich gemacht werden.

Für Rückfragen steht der Vorstand jederzeit gern per E-Mail unter info@kirchbauverein-jena.de zur Verfügung.

 

Bitte bleiben Sie alle gesund.


20 Jahre Haubenfest

26. Mai 2000
26. Mai 2000

Die Thüringer Landeszeitung erinnert an den 20. Jahrestag des Aufsetzens der originalgetreu nachgebauten Renaissance-Turmhaube - eine der ersten großen Leistungen des Kirchbauvereins, die bis heute weithin sichtbar sind.

Wir haben den Artikel dankbar in unser Presse- und Medienarchiv aufgenommen.


Ostern 2020 - ganz anders

Vereinsmitglieder der Kulturkirche Löbstedt mit ihrem Vorsitzenden Ralf Kleist haben sich in diesem Jahr eine ganz besondere Osterüberraschung ausgedacht.

 

Die ca. 1.400 Senioren in den Heimen der Stadt erhalten jeweils ein kleines Osternest als Gruß.

 

Vorbereitet wird die Aktion von Mittwoch bis Freitag in der Kirche in Löbstedt und am Samstag wird Ralf Kleist mit seinen Helfern die Präsente unter Einhaltung aller Vorschriften verteilen.

 

Die dem Kirchbauverein besonders nahe stehende Kirchenstiftung St. Michael hat diese Aktion mit einer Zuwendung von 500 € gerne unterstützt.

 

Sie setzt damit ein Zeichen der Zuwendung und des
"nicht-vergessen-seins" für alte und einsame Menschen, die in der Osterzeit an der allen auferlegten Quarantäne besonders leiden.


Vorstandssitzung April

Premiere: Erste digitale Vorstandssitzung

 

Bedingt durch die aktuelle Situation fand die heutige Vorstandssitzung digital über Microsoft Teams statt.

Es wurde beschlossen, die diesjährige Kirchenfahrt und Mitgliederversammlung, die für den 28. Juni geplant war, abzusagen.

 

Gemäß Satzung ist es möglich, die Mitgliederversammlung nur aller 2 Jahre durchzuführen und somit im kommenden Jahr nachzuholen. Alle Vereinsmitglieder werden entsprechend informiert und erhalten selbstverständlich einen Rechenschafts- und Kassenprüfungsbericht per E-Mail.

 

Besondere Zeiten – besondere Unterstützung

Kirchengemeinden- und Verbände sowie Sprengel erkennen zunehmend, wie wichtig gerade in diesen Tagen die digitale Kommunikation über das Internet ist.

 

Nicht alle Webseiten sind hierauf entsprechend vorbereitet und häufig fehlt vor Ort Know-how, wie am besten von bestehenden Möglichkeiten Gebrauch gemacht werden kann.

Der KBV kann und möchte helfen. So haben wir mit viel Unterstützung für den Kirchengemeindeverband Vierzehnheiligen in wenigen Tagen zu minimalen Kosten eine moderne und aktuelle Homepage erstellt. Schauen Sie selbst: www.kirchengemeindeverband-vierzehnheiligen.de

 

Wir bieten anderen Gemeinden und Sprengeln im Kirchenkreis Jena Beratung und Hilfe bei konkreter Umsetzung an - ggf. auch mit finanzieller Unterstützung. Schreiben Sie uns: information@kirchbauverein-jena.de

Kirche St. Bartholomäus in Großlöbichau

Aussenansicht
Aussenansicht
Innenansicht
Innenansicht

In Vorbereitung auf das 25-jährige Bestehen des Jenaer Kirchbauvereins 2021 veröffentlichen wir in loser Folge Dokumentationen über alle Kirchen im Kirchenkreis Jena. Mit dabei sind jene, die wir in den vergangenen Jahrzehnten fördern konnten, aber auch diejenigen, die die Hilfe unseres Vereins bisher noch nicht in Anspruch nehmen mussten / genommen haben.


Historie

Die Kirche in Großlöbichau findet eine erste Erwähnung in einer Urkunde vom 20. März 1252.

 

Die Umfassungsmauern des Langhauses stammen aus der romanischen Erbauungszeit. Das zeigt auch der mächtige Triumphbogen und das kleine romanische Eingangsportal in der Nordwand, in dem sich eine Inschrift befindet mit der Jahreszahl 1347, die sich auf den Abriss der romanischen Apsis und den Anbau des gotischen Chores bezieht. Dieser wurde um 1500 umgestaltet. 

Das Glanzstück der Kirche ist der spätgotische Flügelaltar mit einer bemerkenswerten Abendmahlszene in der Predella. Ob der Altar in einer anonymen Jenaer Werkstatt entstand, ist noch nicht gesichert. Weiterhin von Bedeutung ist die Grabplatte von 1633 der zweiten Ehefrau des berühmten Jenaer Juristen und Professors Peter Dietrich (Petrus Theodoricus).  Der Taufstein aus dem Jahre 1878 war eine Stiftung des damaligen Bürgermeisters von Wogau: dieser Ortsteil gehörte früher kirchlich zu Großlöbichau. Die Orgel wurde 1873 vom Blankenhainer Orgelbauer Adalbert Förtzsch errichtet.

 

Nach der politischen Wende konnten wesentliche Erhaltungsarbeiten an der Kirche durchgeführt werden: Neue Dacheindeckung, neue Fenster, neuer Fußboden im Altarraum, Sanierung der Orgel auf Initiative des Freundeskreises für den Erhalt der Orgeln in Klein- und Großlöbichau. 

Als letzte wichtige Maßnahme wurde die Sanierung des Mauerwerks mit Putz- und Malerarbeiten kürzlich beendet. Diese Arbeiten konnten vom Jenaer Kirchbauverein mit 11.000 Euro unterstützt werden.

 

Text und Fotos: Eike Hertel


Neuer Rekord bei Leerung des Spendentrichters

Bei der halbjährlichen Leerung des Spendentrichters in der Sparkasse wurde das Rekordergebnis der letzten Leerung vom August nochmals übertroffen.

 

Die Auszählung ergab den stolzen Betrag von 1.235,76 €.

 

Er fließt wieder in die Unterstützung für Baumaßnahmen an den Dorfkirchen im Kirchenkreis Jena.

Wir danken herzlich für die routinierte Hilfe der Sparkasse und allen Münz- und Scheinspendern.


Übersicht Vereinsmitglieder

 

Aktuell hat der Kirchbauverein 258 Mitglieder.

 

Davon 15 Firmen- und 1 Ehrenmitgliedschaft.

 

Wo die Mitglieder wohnen bzw. ihren Firmensitz haben zeigt ein Klick auf die Grafik.

 

>>> Jetzt Mitglied werden.

Vorstandssitzung Januar

Bilanz 2019 und erster Beschluß 2020

 

Auf seiner ersten Vorstandssitzung im neuen Jahr konnte der KBV eine überaus positive Bilanz für 2019 ziehen:

 

Insgesamt wurden 29.900€ bereitgestellt, um Projekte im Kirchenkreis zu unterstützen. Weitere 15.000€ konnten zugesagt werden.

 

Auf Grund des erfreulichen Reinerlöses des Adventskalender 2019 i.H.v. 8.500€ hat der Vorstand beschlossen, auch in diesem Jahr wieder einen Adventskalender herauszugeben.