Glockenweihe in Ziegenhain

Am 11. September wurden die beiden neuen Bronzeglocken von Männern des Ziegenhainer Talvereins und Pfadfinder-Mitarbeitern feierlich auf das Gelände der Marienkirche Ziegenhain getragen. Am Erntedankfest, 4. Oktober, wurden sie mit einem Festgottesdienst und anschließendem Festakt eingeweiht. Voraussichtlich am 7. November werden sie unter Bläsermusik in den Turm gehoben.
Glockenklang seit dem 15. Jahrhundert

Schon 1448 ist in Ziegenhain eine Bronzeglocke mit dem Namen „Osanna“ (Hilf doch) belegt, mit ihr erklangen zwei weitere. Alle drei mussten 1917 für den Krieg abgegeben werden. 1919 wurde in Apolda eine Eisenhartgussglocke als Ersatz gegossen, den Stundenschlag übernahm eine Eisenbahnschiene. Ab 2027 erklingen wieder drei Glocken. Die Eisenhartgussglocke soll später ebenfalls durch eine Bronzeglocke ersetzt werden.
Guss, Einbau und Finanzierung

Gegossen wurden die Glocken in der Glockengießerei Rudolf Perner in Passau, den Einbau verantwortet Glockenbaumeister Roberto Ruft aus Ebenheim. Da die Klöppel erst später geliefert werden, ist der erste Glockenklang frühestens zu Weihnachten zu erwarten.

Das Projekt kostet insgesamt 57.000 €, davon wurden über 30.000 € durch private Spenden aufgebracht. Ein Restdefizit von 1.500 € ist noch offen, Unterstützung ist weiterhin willkommen. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön!
Nach einem Beitrag von Dr. Christoph Rymatzki im Gemeindebrief „Nachrichten“ Oktober/November 2026 der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Jena, Sprengel Wenigenjena.
Alle Bilder: Prof. Gerhard Jahreis



