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Maua, St. Laurentius

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Historie

Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte am 24. Juli 1259 als Mowe. Das Patronat über die Mauaer Kirche hatte das Zisterzienserkloster Grünhain im Erzgebirge. Der gotische Chor wurde in den Jahren 1468 bis 1483 erbaut, nachdem eine romanische Vorgängerkirche 1450 zerstört wurde. Am nordöstlichen Strebepfeiler befand sich eine lateinische Inschrift: Im Jahre des Herrn 1468 am 6. Mai ist dieser Bau begonnen worden – Petrus Mawer Pfarrer (heute im Kircheninneren). Der westliche Schlussstein des Chores trägt in Abkürzung die Inschrift anno domini 1483 (Fertigstellung). Bei einem Dorfbrand im Dreißigjährigen Krieg brannte 1640 das Kirchenschiff ab, welches 1644 bis 1646 wiederaufgebaut wurde. 1819 wurde das Gebäude grundlegend umgebaut (Inschrift Westtür). Das Eisengestell für die Uhrenglocken kam auf das Dach, Emporen und Kanzelaltar wurden eingebaut.

Innenausstattung

Es sind zwei gotische Schnitzaltäre erhalten: Einer aus der Zeit vor 1450 mit einem Vesperbild im Mittelschrein - Maria flankiert von Nikodemus und Josef von Arimatia. Der andere Altar entstand um 1510/20, im Mittelschrein Maria und das Christuskind zwischen der Hl. Magdalena und der Hl. Barbara dargestellt. Der Taufengel ist eine Holzschnitzerei aus dem 18. Jh. Die Orgel aus dem Jahre 1868 stammt vom Orgelbauer Louis Witzmann aus Kleinrudestedt. Für die im 1. Weltkrieg eingezogenen Prospektpfeifen konnten erst im Jahre 2003 wieder Prospektpfeifen nach altem Muster eingebaut werden. Eine Glocke von Johann Berger aus Weimar (1640) wird bis heute geläutet. Der Schrank an der Schwelle zum Chor ist mit gotischen Schablonenmalereien versehen und stammt aus der Übergangszeit von der Truhe zum Schrank um 1450. Er ist somit eines der ältesten Möbel dieser Art in Thüringen.

Restaurierung

Das 1945 bei der Sprengung der Saalebrücke stark beschädigte Buntglasfenster im Osten des Chores konnte 1995 mit Spenden der befreundeten Partnerkirchengemeinde Essen-Steele restauriert werden. Der Truhenschrank wurde in den Jahren 2007 und 2008 aufwendig restauriert. Die letzte Erneuerung des Innenraumes - entsprechend der Farbfassung von 1932 - fand 2002 statt.

Text: Reiner Jandke; Fotos: Günter Widiger

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