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Jena Lichtenhain, St. Nikolai

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Historie

Die Errichtung der ursprünglich der Gottesmutter Maria geweihten Kirche erfolgte nach heutigem Kenntnisstand etwa um 1223 als romanischer Saalkirchenbau. Bereits 1309 erfuhr dieser eine Erhöhung und Erweiterung. Zwischen 1309 und 1505 wurden das Langhaus erweitert, der jetzige Turm 1398 und auf der Nordaußenseite des Kirchenschiffs ein offener Schutzbau durch Anfügen der beiden Pfeiler und einer Überdachung für die Aufnahme der Wandmalereien errichtet. Im Jahre 1505 endeten die Baumaßnahmen zeitgleich mit der Errichtung einer Sakristei und dem Bau des nördlichen Eingangs. Damit erhielt die Kirche ihre heutige äußere Gestalt.

Weitere Baumaßnahmen waren: Eingangsbau, Aufgang zur Empore und barocker Umbau im 17./18. Jh., Entstehung des barocken Kanzelaltars (1723) und Anschaffung von Glocken aus Volkstedt (1696 und 1771)

Im 19. Jh. wurden vorgenommen die bauliche Schließung zwischen mittlerem Strebepfeiler und Sakristei, die Beschaffung einer weiteren Glocke aus Apolda (1801), der Einbau einer Turmuhr und die Erneuerung der Orgel. 1969 erhielt die Kirche durch eine zeitgemäße Umgestaltung und Erneuerung des Kirchenraumes ihr heutiges Aussehen. Die zweite Empore wurde entfernt, die untere gekürzt. Zudem wurde ein neues Gestühl eingebaut. Nur der Kanzelaltar blieb erhalten.

Innenausstattung

Nüchterne Innengestaltung aus dem Jahre 1969 mit barockem Kanzelaltar (zuletzt renoviert 1995), Frontstollentruhe aus dem 15. Jh., Taufgestell von 1937, drei Emporen-Gemälde von 1938 (Jürgen Wegener, Weimar). Im Turm befindet sich ein historisches Turmuhrwerk von 1848 (Jakob Auch, Weimar).

An der äußeren Nordwand ist ein spätgotischer (1350-1410) erzählender Bilderzyklus mit noch 52 erhaltenen von ursprünglich 78 Bildern mit Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament zu sehen. Dadurch hat St. Nikolai eine Sonderstellung innerhalb gleichaltriger Thüringer Kleinkirchen.

Restaurierung

2003-2017: Wiederherstellung und Einbau des historischen Turmuhrwerkes.

2007-2011: Realisierung eines von der Deutschen Bundesstiftung Umweltschutz, der Thüringer Landesregierung und der Landeskirche geförderten Projektes zur Bestandserhaltung des Bilderzyklus. Offen sind noch Restarbeiten an der Einhausung.

2014: Sanierung der Glockenläuteanlage.

Text: Walther Klemm, Fotos: Günter Widiger

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